German Without Ease

Dec 26, 2021

You are an advanced learner of German and up for a challenge? I picked three complex sentences from famous literary works that make even native speakers sweat. To make it a bit easier, you will start with a simpler version of each sentence and uncover additional parts one by one. Click on the blue placeholders until none are left (clicking on red placeholders collapses parts). Translations for words with dotted underlines are shown when you hover over them.

1

The first of the three sentences is from Heinrich von Kleist's novella Michael Kohlhaas, published in 1810. On his personal quest for justice, Kohlhaas runs into the electors of Brandenburg and Saxony while they jokingly ask a gypsy woman for a prophecy on a market square in Brandenburg. This sentence describes the scene just before the woman approaches Kohlhaas and hands him an amulet with a piece of paper.

Ich

, MOD der mit meinem Haufen eben in einem Wirtshause abgestiegen, und auf dem Platz, wo dieser Vorfall sich zutrug, gegenwärtig war,
konnte
 ADV hinter allem Volk, am Eingang einer Kirche, wo ich stand
, nicht vernehmen, was die wunderliche Frau den Herren sagte; dergestalt, daß
, ADV da die Leute lachend einander zuflüsterten, sie teile nicht jedermann ihre Wissenschaft mit, und sich des Schauspiels wegen das sich bereitete, sehr bedrängten,
ich
, ADV weniger neugierig, in der Tat, als um den Neugierigen Platz zu machen,
auf eine Bank stieg, die hinter mir im Kircheneingange ausgehauen war.

The sentence is odd for several reasons. It starts off with ich, a first-person personal pronoun attributed with a relative clause, which forces third-person agreement (der ... gegenwärtig war), but still uses meinem, a first-person possessive pronoun to refer back to the initial ich. So the same clause uses first and third-person pronouns to refer to the same real-life entity. Confusing. The second part after the semicolon looks like an adverbial, roughly in the sense of: I understood her so badly behind all those people that I had to step up on a bench. But then the final embedded adverbial seems to contradict that reading, claiming that the narrator did not climb the bench out of curiosity, but to make room for other people.

2

The second sentence, again, is taken from a Kleist story, Der Zweikampf, published a year after Michael Kohlhaas. It's the introductory sentence that gives us a bit of backstory and sets the scene for the ensuing murder.

Herzog Wilhelm von Breysach
, MOD der
, ADV seit seiner heimlichen Verbindung mit einer Gräfin, namens Katharina von Heersbruck, aus dem Hause Alt-Hüningen, die unter seinem Range zu sein schien,
mit seinem Halbbruder, dem Grafen Jakob dem Rotbart, in Feindschaft lebte,
kam gegen Ende des vierzehnten Jahrhunderts
, ADV da die Nacht des heiligen Remigius zu dämmern begann,
von einer in Worms mit dem deutschen Kaiser abgehaltenen Zusammenkunft zurück, worin er sich von diesem Herrn
, ADV in Ermangelung ehelicher Kinder, die ihm gestorben waren,
die Legitimation eines
, MOD mit seiner Gemahlin vor der Ehe erzeugten,
natürlichen Sohnes, des Grafen Philipp von Hüningen, ausgewirkt hatte.

The most important bit of information is introduced in the first relative clause attributing the Herzog: the brothers are enemies. However this information is obscured by a monstruous adverbial that intervenes between the relative pronoun and the verb, making the whole construct hard to parse.

3

Finally, the following is the first of two sentences in Franz Kafka's short story Der plötzliche Spaziergang, published in 1912 as one of 18 short stories in Betrachtung.

Wenn man sich am Abend endgültig entschlossen zu haben scheint, zu Hause zu bleiben, den Hausrock angezogen hat, nach dem Nachtmahl beim beleuchteten Tische sitzt und jene Arbeit oder jenes Spiel vorgenommen hat, nach dessen Beendigung man gewohnheitsgemäß schlafen geht

, COND wenn draußen ein unfreundliches Wetter ist, welches das Zuhausebleiben selbstverständlich macht
,  COND wenn man jetzt auch schon so lange bei Tisch stillgehalten hat, daß das Weggehen allgemeines Erstaunen hervorrufen müßte
, COND wenn nun auch schon das Treppenhaus dunkel und das Haustor gesperrt ist
, und wenn man nun trotz alledem in einem plötzlichen Unbehagen aufsteht, den Rock wechselt, sofort straßenmäßig angezogen erscheint, weggehen zu müssen erklärt, es nach kurzem Abschied auch tut, je nach der Schnelligkeit, mit der man die Wohnungstür zuschlägt, mehr oder weniger Ärger zu hinterlassen glaubt
, COND wenn man sich auf der Gasse wiederfindet, mit Gliedern, die diese schon unerwartete Freiheit, die man ihnen verschafft hat, mit besonderer Beweglichkeit beantworten
, COND wenn man durch diesen einen Entschluß alle Entschlußfähigkeit in sich gesammelt fühlt
, COND wenn man mit größerer als der gewöhnlichen Bedeutung erkennt, daß man ja mehr Kraft als Bedürfnis hat, die schnellste Veränderung leicht zu bewirken und zu ertragen
, COND und wenn man so die langen Gassen hinläuft
, — dann ist man für diesen Abend gänzlich aus seiner Familie ausgetreten, die ins Wesenlose abschwenkt, während man selbst, ganz fest, schwarz vor Umrissenheit, hinten die Schenkel schlagend, sich zu seiner wahren Gestalt erhebt.

Despite being the longest out of the three sentences, it is the easiest to read as it's just a conditional sentence with nine antecedents in a row. The story unfolds linearly, without too much intervening material to keep in the back of your mind.

Congratulations, you've made it this far. I guess now nothing can scare you anymore, so go ahead and read some German novels.